Monatsarchiv: Oktober 2013

Erster Gruppenabend..

vorgestern Abend war es dann soweit, nach der Behandlungsvertragsunterzeichnung und ein bisschen mehr Papierkram stand die Eingangsuntersuchung an. Die begleitende Medizinerin ist wirklich sehr angenehm. Sie hat alles auch ungefragt nochmal sehr genau erläutert, wir sind meinen ausgefüllten Anamnesebogen durchgegangen und sie konnte alle meine Fragen beantworten und letzte Restzweifel auflösen.

Nach Blutabnahme, Blutdruckmessung, BIAS-Messung zur Bestimmung der Körpermassenzusammensetzung war alles auch schon vorbei, hat immerhin eine gute Stunde gedauert. Es ist einfach ein riesiger Unterschied ob man einen Ärztin hat, die sich ausschließlich mit Fällen wie mir beschäftigt oder meine wirklich tolle Hausärztin, die sich auch jede Zeit nimmt, aber einfach viel zu wenig hat und viel zu viele Patienten. Fühle mich bei beiden gut aufgehoben und bin jetzt ganz optimistisch dass die 52 Wochen wirklich gut verlaufen werden.

Weniger optimistisch habe ich das anschließende erste Gruppentreffen verlassen. Was jedoch in keinster Weise mit der Gruppe oder unserer Betreuerin zu tun hat, sondern viel mehr mit dem Geschmack der Shakes…es sind eigentlich nur 3 von den 6 für mich genießbar und das Wort „genießbar“ suggeriert ja Genuss, auf den ich jedoch definitiv in den nächsten 3 Monaten verzichten muss.

Naja, die Kaffee-Variante ist ok, schmeckt halt wie etwas gesüßter Kaffee, eigentlich geht Kaffee und Zucker für mich gar nicht, aber ok. Schokolade schmeckt nach Kakao und die Kartoffel-Lauch-Suppe ist in Ordnung. Mit ein paar Gewürzen, die ja erlaubt sind, sind alle sicherlich erträglich. Von dem Tomatenkram hatte ich allerdings einen fürchterlichen Nachgeschmack im Mund, was aber auch an dem Klümpchen gelegen haben kann, dass ich am Boden meines Bechers befand. Ich werde es überleben, was erwartet man auch von so nem Chemiezeugs? Komisch ist auch die Konsistenz, ein bisschen schaumig-schleimig.. da muss ich noch experimentieren, glaube ich werde sie ohnehin mit mehr Wasser zubereiten als empfohlen.. Trinken muss man ohnehin so viel wie möglich. Aber ich denke das wird mir nicht schwerfallen…

Die Gruppe besteht nur aus Frauen, Mädels könnte man auch sagen, geschätzt sind vier von neun UFUs, der Rest eben drüber. Drei Damen machen das Kurzprogramm, eine davon hat das Langprogramm schon mal vor einigen jahren absolviert. Ich fühle mich jedenfalls gut aufgehoben in der Gruppe und denke, dass wir uns gut gegenseitig motivieren werden, da auch fast alle sehr auf den Rudeltrieb setzen und die Gruppe als Verstärkung nutzen wollen. Ich bin optimistisch dass uns das gelingen wird und seeehr gespannt was wir erreichen werden.

Nun heisst es aber erstmal 1 Woche Ernährungsprotokoll führen, alles was und wann man es zu sich nimmt detailliert aufschreiben. Das dient in erster Linie dazu, sich über den Konsum bewusst zu werden und natürlich als Referenz zum Verhalten in ein paar Monaten. Allein das Aufschreiben ist schon eine sehr effektive disziplinarische Maßnahme wie ich gestern auch gleich gemerkt habe..die 2 Hanutas am abend hab ich aufgeschreiben, hätte ich das nicht gemusst wären es evt. 2 mehr geworden. Aber wir sollen ja bei der Realität bleiben, auch das aufschreiben, was wir wegen des Aufschreibenmüssens nicht gegessen haben und auch wenn wir uns nochmal was gönnen, das uns in Zukunft vorenthalten bleibt.

Ach ja, eigentlich wünsch ich mir nichts mehr als endlich mit dem Beutelzeugs anzufangen und Erfolge zu sehen..auch wenn sie nicht die geschmackliche Erfüllung bieten, solange sie Wirkung zeigen ists mir egal. Aber das muss noch ein paar Tage warten.

Jetzt heisst es erstmal langes Wochenende, drei mal Ausschlafen, nach der Arbeit Coaching zur Karriereplanung, dann Auto einsammeln, musste zum TÜV, dann zur Party eines Kollegen. Samstag Friseur und dann raus an die Luft, viiiiel bügeln und die Bude aufräumen…und gewiss wieder ein bisschen was tippen.. nicht zu vergessen: nochmal so richtig schön den Kühlschrank leerkochen.

Weekend, here i come!

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Los gehts…

Dienstag der 29.10.2013, los gehts.. also noch nicht jetzt sofort aber heute abend.

Ich, 31 Jahre alt, verlobt, schon seit Kindertagen übergewichtig und Ingenieurin (interessante Reihenfolge..) habe mich für das Optifast 52 Programm angemeldet um endlich nachhaltig Gewicht zu verlieren und meine Zukunft auf gesündere Beine zu stellen. Heute nachmittag um 16h geht es mit der Eingangsuntersuchung los und dann folgt gleich der erste Gruppenabend. Die Gruppe scheint nicht besonders groß zu sein. 6 Leute von denen 3 nur ein Kurzprogramm absolvieren.

Aber bevor ich einfach drauflosschwafele hier der Link zu den Inhalten des Programms, ich will und muss sie hier nicht in aller Breite hintippen.

Nur soviel: Das OF52-Programm besteht aus 4 Phasen. Zunächst dokumentiert man während der Einstiegswoche 7 Tage lang sein Essverhalten um mit den Ernährungsexperten die Fehler rausarbeiten zu können. Dann geht es für 12 Wochen weiter mit „gebeutelter“ Ersatznahrung in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Im Anschluss daran wird langsam Woche für Woche auf normales Essen umgestellt, über  insgesamt 8 Wochen. Dann folgen nochmal 31 Wochen Stabilisierungsphase in der langsam die Kalorienzufuhr wieder erhöht wird bis man ein Level findet, bei dem man sein dann erreichtes Gewicht halten kann. Über die gesamten 52 Wochen finden wöchentliche mehrstündige Treffen statt in denen Psychologen, Ernährungsberater und Sporttherapeuten mit der Gruppe arbeiten.

Und genau das hat mich vom Programm überzeugt und war zugleich der Hauptkritkpunkt der in den meisten kritischen Stimmen im Netz angesprochen wird. Früher war es wohl nicht so lang angesetzt und auch nicht so umfassend betreut, weshalb die Erfolge fraglich waren.

Ich für meinen Teil habe in den letzten Tagen, Wochen, Jahren gelernt, dass ich unter Gruppenzwang wunderbar funktioniere und halte die Betreuung und regelmäßige Rücksprache für immens wichtig für meinen Erfolg. Über 3 Monate nix Richtiges zu essen gruselt mich zwar, da ich total auf frisches, gutes selbstgekochtes, gebratenes oder gegrilltes Essen stehe (offensichtlich zu sehr), aber ich freu mich irgendwie auch auf einen Pause vom Futterwahn und der ständigen Reizüberflutung die mein Hirn in Supermärkten, Markthallen und Restaurants regelmäßig ausknipst. Wenn ich mir lange keine Gedanken machen muss wass ich heute esse, weil es schon feststeht, schaffe ich vielleicht wirklich einen „Reset“ meiner Essgewohnheiten.

Was ich erreichen will? Naja, ich wiege bei 174cm Körpergröße derzeit ca. 136kg und habe damit Kleidergröße 50-54. Unter die 100kg will ich auf jeden Fall kommen. Mir würde es schon reichen auf eine grade so noch normale Kleidergröße zu kommen, sagen wir 46 maximal. Denn „Designer“, die für Dicke schneidern nehmen meiner Erfahrung nach Ölfässer als Schneiderpuppen..und das ist nunmal nicht unbedingt realistisch. Ich bin zwar dick, ziemlich dick sogar, aber ich habe durchaus eine Taille und eine Figur, die ich nicht nur unter einem sackigen Behang verstecken will.

Ich bin auch kein totaler Couchpotatoe, der seinen Hintern nicht hochkriegt,  schwimme, laufe morgens zur Arbeit, gehe generell gerne zu Fuß raus, geh ins Fitnessstudio und zum Zumba oder zur Fitnessgymnastik und wandere seit einiger Zeit gerne. Letztens erst war ich mit Freunden wandern und bin mir sicher dass keiner meiner fitten Freunde den gruselig steilen Berg hochgekommen wäre mit einem relativ zu meinem Übergewicht dimensionierten Rücksack auf dem Rücken. Ich habe das Nordic Walking für mich entdeckt und liebe nix mehr als oben auf einem Berg angekommen alle Flüche und Strapazen zu vergessen und die grandiose Aussicht zu geniessen…ob auf dem Schwarzen Grat, oberhalb vom großen Alpsee, rund um die Grabkapelle auf den Wirttemberg oder auf dem Tokyo Tower.

Aber natürlich will ich auch zusehen, dass meine noch gute Gesundheit es auch belibt, denn ich mach mir nix vor, das Übergewicht ist sowas von ungesund und ich merke auch, dass die Beschwerden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich habe keine Lust noch dicker zu werden, weil ich mich nicht mehr bewegen kann. Ich bin ja noch jung und will mit meinen künftigen Kindern und meinem Bald-Mann noch viel unternehmen, rumtoben und Spaß haben.

so, für jetzt erstmal genug..mal sehen wass es heute abend zu berichten gibt…

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