Monatsarchiv: Februar 2014

Umstellungsphase die erste.. endlich wieder kochen

..jaaaaa, so sehr hab ich mich noch nie auf Gemüse gefreut..ganz ehrlich. seit Mittwoch letzter Woche sind wird nach ganzen 12 Wochen Pulverkost endlich in der ersten Umstellungswoche angekommen. Der ersten, weil es insgesamt 8 sind. alle zwei Wochen wird eine weitere Pulverportion pro Tag durch echtes Essen ersetzt bis am Ende das Pulverzeugs gänzlich abgesetzt ist. Wer will kann hin und wieder auch später eine Mahlzeit durch einen Beutel oder die etwas höher kalorischen Riegel ersetzen aber im Vordergrund steht das Erlernen eines Mengengefühls für gesunde Portionen echten Essens.

In der ersten Woche gibts also nur noch vier Beutel und einmal echtes Essen. Und was man da essen kann, um so einen Beutel zu ersetzen, das erfordert ausführliche Studien des Ernährungsbegleiters. Dieser weist jedem denkbaren Lebensmittel Punkte zu.. aber dazu habe ich ja letztes Mal schon einiges geschrieben.

Ich bin also Mittwochs frohen Mutes nach dem Schwimmen heimgelaufen und konnte kaum erwaten das Kochmesser und den Topf zu schwingen. Auf dem Weg hab ich aber im lokalen Markt noch Hühnchen gekauft, dass neben Champignons und Brokkoli in mein Abendessen wandern sollte. Hierbei hab ich dann gleich gemerkt wo in den nächsten Wochen die Grenzen liegen.. zumindest als allein-Lebender ohne Resteverwerter zuhause: Hähnchenbrust ist zwar kein exakter aber ein doch zumindest beim Metzger nicht weiter teilbarer Begriff.. So bekam ich anstatt der gewünschten 250g, die 2 gelben Eiweißpunkten entsprechen, 300g. Hm…Metzger sagt: Was soll ich mit dem Rest denn machen, das kauft ja keiner mehr.. nachvollziehbar aber doch auch irgendwie blöd.

Nunja, zuhause wog ich auf meiner superduperhightech Küchenwaage also 250g der Brust ab und choppte sie in feine Scheibchen. Die übrigen 50g wanderten im Plastikdöschen in den Kühlschrank, würden morgen schon Verwendung finden. Dazu gesellte sich dann ein Haufen (!) nämlich, entsprechend 3 grünen Kohlehydratpunkten, immerhin ganze 600g Gemüse in mehr oder weniger mungerechten Stückchen…also eigentlich nicht zum Hühnchen sondern in jenen Topf, in dem schon ein halber Liter Wasser mit einen gestrichenen (Angst vor zu viel  Wasser im Körper bindenden Salz) Brühe und einem Schuss Sojasauce vor sich hin köchelte. Zuerst habe ich den in Scheiben geschnittenen Strunk hineingegeben, dachte,  der muss ordentlich kochen und kann der Brühe gleich noch was Geschmack abgeben.. die Röschen habe ich erst später hinzugegeben, die sind ja fix gar und ich wollte ja was zum Kauen, keinen Brei. Die Champignons (enthalten in den 600g) hab ich in grobe Scheiben geschnitten und ebenfalls mitgekocht. ..der Topf war irre voll.. zum Ende hab ich dann die Hühnchenscheiben dazugegeben und auch ordentlich mitkochen lassen. Das ergab dann ganz ordentliche 3 Schälchen Suppe mit viiiiel Einlage, die ich mit Stäbchen aus der Brühe pickte und mir Bissen für Bissen auf der Zunge zergehen ließ.. beim Brokkolistrunk wortwörtlich, denn der ist ja soooo unterschätzt und lecker.. meine Herren (und Damen), es gibt Leute die schmeißen den weg! An alle Untertürkheimer da draußen: wenn Ihr Eure Brokkolistrünke nicht mehr braucht, gebt sie mir.. frag mich ob man die irgendwo separat kaufen kann.. ein bisschen geschält und in Scheiben gekocht sind die fast cremig, ähnlich von der Konsistenz wie Kartoffeln.. wundert mich dass unsere werten Sterneköche immer nur von Kartoffel-, Steckrüben- und Selleriepuree schwärmen.. ich habe hiermit das Brokkolistrunkpuree erfunden.. ohne Butter und Milch ein absoluter Knaller! OK, ich habs jetzt noch nicht als Puree gegessen aber das wäre definitiv ne gute Alternative zum Kartoffelpuree. Köstlich. Aber auch der Rest war einfach nur lecker.. die Brühe hab ich zum Großteil mitgelöffelt, teilweise aber auch in einem Schraubdeckelglas für die nächsten Tage aufgehoben.. hab mir gedacht wenn ich da ein paar Tage mein Fleisch und Gemüse drin koche spare ich geschmacksverstärk/te/ende Brühe, damit Salz, und am Ende schmeckt sie sicher herrlich..war auch so, deshalb ist sie nun futsch..:o)

erstes richtiges Essen nach 12 Wochen

erstes richtiges Essen nach 12 Wochen

Zum ersten Mal nach soo langer Zeit wieder was frisch gekochtes Essen war ein Hochgenuss. und ists bis heute. Es gab die Woche über nicht viel Variation. Am Donnerstag wanderte neben dem Restchen Brokkoli, der nicht mehr in dei 600g passte, ein Kohlrabi in den Topf.. eigentlich liebe ich den ja aber mit dem Brokkolistrunk kann er einfach nicht mithalten.. ist nur roh eine Delikatesse und das will ich meinem Magen und Darm noch nicht gleich zumuten. Deshalb hab ich auch mein lang ersehentes Sauerkraut erstmal in den Schrank gestellt und werde mich erst diese oder gar nächste Woche dran trauen..nächste Woche wäre ggf. schon ein Stückchen Kassler oder magere Mettwurst dazu möglich, muss ich nochmal nachschlagen. Was ich noch unterschlagen habe sind die 5 Fettpunkte, also die roten, die teilweise auch Süßkram sind und die man gefühlt auch einfach weglassen könnte, weil es so wenig ist, aber natürlich besser verwerten soll.. die wurden an den ersten Tagen mit 10g Nüssen verbraucht.. davon hab ich genug zuhause, schmecken immer gut.. bei so ner Suppe braucht man einfach kein TL Öl der auch jene 5 Punkte in rot verbrauchen würde.. Am WE hab ich sie dann doch mal genutzt anders, nämlich für 1TL Öl im Dressing aus Essig, Süßstoff und im Weinberg geklautem Schnittlauch für meine 150g nicht zu berechnenden Feldsalat nach dem Nordic Walking.. herrlich wie hab ich die kleinen grünen Blättchen vermisst.

Kurzum, die Berechnerei ist ziemlich zeitaufwändig, macht mir aber Spaß. Man ist oft versucht, bei den Mengen ein bissl zu schummeln aber bislang konnt ich mich doch immer beherrschen. OK, das Seelachsfilet am Freitag hatte 340g statt 300g aber die Garnelen gestern waren auch nur 140g statt der erlaubten 160.g. und heute abend sinds auch wieder nur 140g Garnelen.. ich glaube nicht dass ich dran sterbe und ich habs nicht übers Herz gebracht die Fischhändlerin auf dem Markt zu bitten, die 50g abzuschnipseln.. was soll sie auch damit? (Restehandel mit dem Metzger aufmachen vielleicht.) Hühnchen kann man ja nen Tag in den Kühlschrank stecken aber den Fisch aufheben,das wollte ich nicht. Hat mich auch irre satt gemacht und ich brauchte dafür mit den 400g Fenchel und 200g Tomaten aus der Pfanne fast ne Stunde bis alles weg war..

Man macht nämlich sofort brav ne Pause wenn man satt ist.. und isst erst weiter wenn die Sättigung nachlässt.. umständlich aber toll dabei ist, dass man wirklich Sättigung fühlt. allein aufgrund der schieren Masse.

Ja das sind so die Fazits aus der ersten Umstellwoche…Auf jeden Fall hatte ich fast keine Gelüste, weil es ja immer einmal am Tag was richtig Gutes gab..und an die Shakes oder Riegel hat man sich ja gewöhnt.

Die Waage gestern abend hat mich dann doch echt überrascht.. -2,2kg..hatte eher das Gefühl dass es stagniert und die verwendete Brühe und Sojasauce schon ein bissl bereut.. und das bei all dem Sport.. jetzt bin ich natürlich happy. Das Titelfoto zeigt das heutige Abendessen.. nach dem Schwimmtraining war es soweit.. endlich vom selbstgemachten Sauerkraut gekostet. Das Warten hat sich gelohnt!! Hab 10g rohen Schinken in Würfeln in 1 TL Öl knusprig angebraten, dann 125g Hühnchenfilet dazugegeben. als alles schön briet kamen 150g kleingeschnipselte Orangen und 350g Sauerkraut dazu.. nur kurz warmwerden lassen.. herrlich. Gibt’s jetzt öfter soviel ist klar.

Wenn das so weiter geht hab ich kein Problem mit der Umstellung. Off to the next round!

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