Beiträge mit dem Schlagwort: Motivation

Neue Motivatoren…ich bin eben doch (auch) fremdgesteuert…

Vier Monate, so lange liegt mein letzter Beitrag zurück. Und eigentlich sollte ich nun brav am PC sitzen (ok, das tue ich) und meinen Beitrag schreiben, den ich jemandem in Stuttgart Hohenheim versprochen habe. Dort schreibt man nämlich ein Buch in dem auch meine paar Seiten vorkommen sollen was mich mehr als freut und ehrt. Beim Schreiben (wie ich eben bin, einfach drauf los) ist mir dann aber doch aufgefallen, dass das ja schon eine ganze Zeit zurück liegt und so bin ich dann doch erst mal wieder ans Lesen gekommen. Wie war das „damals“ was hab ich gefühlt und erlebt… zum Glück kann ich – und ihr –  das hier ja alles prima recherchieren.

Nun ja und dabei ist mir aufgefallen, dass mein letzter Post nun auch schon wieder eben diese sehr langen vier Monate zurück liegt. Zum Moselschwimmen bin ich wirklich gegangen, mit meinem Mann und wir sind auch beide mit den anderen die 3.8km geschwommen. Gebraucht haben wir ca. 2h und es war wunderbar. Denn es war zufällig der heißeste Tag des Jahres, mindestens 40°C und was anderes als Schwimmen hätte ich ohnehin nicht zustande gebracht. Bis auf ein paar Meter bin ich dann aber doch nur Brust geschwommen, denn die Mosel ist eben kein grades Becken mit klarem, durchsichtigen Wasser und super Orientierung rechts und links. Und so kommt man beim Kraulen immer wieder vom Weg ab und schwimmt zickzack. Macht aber nix. wir sind die ganze Zeit geschwommen, nur einmal hab ich ein Stück gewartet weil ich meinen Gatten verloren hatte. Das hat schon ein wenig Überwindung gekostet, den „Run“ zu unterbrechen aber ich hab mir (ganz typisch) schon wieder die schlimmsten Szenarien ausgemalt, was passiert sein könnte.. dabei war ich nur kurzzeitig in einen Geschwindigkeitsrausch verfallen und hatte ein bisschen Abstand gewonnen. Dafür liebe ich meinen Mann übrigens umso mehr und immer wieder: Er macht mit, fast egal wie bekloppt und ggf. konträr zu seinen Vorstellungen meine grade akuten Ideen und Wünsche auch sind: er macht mit, unterstützt mich, ist dabei. Schüttelt sicher so manches mal das Haupt und denkt sich seinen Teil, aber er ist für ich da. Sagt nicht nur, jaja Frauchen, geh du mal in der Mosel plantschen, nein, er kommt mit. Genauso wie morgens früh, wenn ich ins Bad zum Schwimmen will.. er ist KEIN Frühaufsteher, trotzdem kommt er mit und lässt sich von mir überrunden (kein Wunder, ich kraule, er schwimmt Brust, sobald der krault seh‘ ich nur noch Schaum..) und mich hinterher damit prahlen, dass ich schneller er war…dafür liebe ich ihn. Er duldet meine bekloppten Ideen und Launen nicht nur.. er mag sie sogar und mich dafür und nur manchmal trotzdem.

Jedenfalls haben wir die Mosel bezwungen und waren mächtig stolz. Nächstes Jahr wieder, da lad ich mein Schwimmrudel aus Stuttgart ein, das wird ein Spaß.

Seitdem haben wir noch so manche morgendliche Schwimmrunde im Bad absolviert, nicht ganz so regelmäßig wie ideal gewesen wäre, aber immerhin. Ich war ein paar Wochen regelmäßig ein bis zweimal die Woche beim Zumba, ist grade ein bissl eingeschlafen..wir waren laufen, wandern, den Fiffi spazieren führen und haben einen grandios sportlichen ersten Hochzeitstag gefeiert. Wir sind nämlich zu dem Anlass per Rad von Koblenz nach Bad Godesberg gefahren. 60km je Strecke. Dafür dass unsere bisherigen Radlrunden eher auf ca. 15km beschränkt waren keine schlechte Leistung, oder? OK, abends waren wir platt und haben die verbrannten Kalorien bei der Einladung zum Candle-light-Dinner auf der Godesburg, dem Ort des Geschehens, mit fantastischem Essen und Wein wahrscheinlich mehr als überkompensiert. Aber: wir sind am Tag drauf nicht wie mal angedacht mitm Zug zurück gefahren sondern wieder mitm Radl. Trotz trübem Wetter und trotz schmerzendem Poppes…und haben uns drauf gefreut, dass ja bald der Radweg von Bonn nach Berlin existieren wird… 1000km, die wir dann auch mal in nem Urlaub in Angriff nehmen werden..wenn es dann so weit ist.

Also es kommt mehr und mehr Bewegung in den Koblenzer Alltag. Noch nicht so viel stringente Routine und Konsequenz wie ich gerne hätte aber das liegt wohl daran dass bei uns derzeit nix stringent routiniert läuft, weder Privat- noch Berufsleben.

Konsequenz fehlt mir auch beim Essen, das geb ich zu. Ich werde nun abermals, diesmal wirklich, wieder mit dem Aufschreiben anfangen. Ich weiß, dass das allein mir schon hilft, besser Maß zu halten. vor allem wenn ich mich zwinge wirklich alles aufzuschreiben. Wir haben nämlich noch was beschlossen beim großen Rad-Trip: wir wollen beide bis Weihnachten 10kg leichter werden. Ich krebs nämlich shcon wieder bei 104kg rum..und die  müssen weg. Nun sind es noch genau 2 Monate und ich schreib das hier um es nochmal ein bisschen verbindlicher zu machen. Und zur Halbzeit (ab Heute) hab ich auch wieder einen Termin in Hohenheim, im Zentrum. Zum Abschluss der Studie, die ich nebenbei mitgemacht habe. und das ist auch nochmal willkommene Motivation, mich wieder am Riemen zu reißen.

Und das werde ich wohl auch als großes Fazit in meinen Beitrag schreiben. Abnehmen ist schön und gut. Dranbleiben ist aber das was am Ende zählt. Nicht zwingend kontinuierlich, aber immer wieder. Nie aufgeben. nach Setback einfach OK sagen und wieder durchstarten. Dass sich mein Leben verändert hat ist klar, das zeigt schon unser sportlicher Hochzeitstag und der Fakt, dass ich unermüdlich versuche immer wieder mehr Sport und ordentliches Essen in meinem Alltag zu zementieren. Und es gelingt. Heute morgen war ich auch draußen, 7,8km Nordic Walking am Rhein entlang. Ich geh jetzt mit meinen Schweinehunden spazieren..so nenne ich seit heute morgen meine Nordic-Walking Stöcke… Weil es gut tut. weil das Frühstück dann besser schmeckt. Und auch wenn ich das jetzt nicht jeden Morgen mache, wie ich mir natürlich adrenalin- und endorphingedoped mal wieder vorgenommen habe, dann werde ich mir doch für jedes Mal dass ich es schaffe, auf die Schulter klopfen und sagen: richtig so.

So, jetzt muss ich am Beitrag schrieben, sonst wird das wieder nix. Und dann geht’s zu „Belohnung“ fürs Wandern gestern und die Runde mit den Schweinehunden heute morgen mitm Gatten in die Therme. Schönes Wochenende!!

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Update..it´s been a while

das kann man wohl sagen, dass es schon wieder eine ganze weile seit dem letzten Post ist.. Beutelphase No. 2 ist vorbei, Umstellung, Umzug, ein bisschen Urlaub, neue Arbeit, Eingewöhnung.. all das liegt hinter mir.. zumindest zum größten Teil.

Denn so eine Eingewöhnung dauert eben doch eine Weile. Zur neuen Arbeit nur so viel: ja es macht Spaß, jea es ist stressig und nimmt viiiiel Zeit in Anspruch und ja – das Wichtigste – es war die richtige Entscheidung.

Privat ist auch alles prima, mehr Zeit mit dem Gatten, schöne Wohnung, viel Lebensqualität, schöner neuer Alltag. Was noch fehlt ist der regelmäßige Sport.. zumindest im für gut befundenen Pensum, das ich aus Stuttgart gewohnt war. Denn regelmäßig geh ich bislang nur Mittwochs morgens zum Frühschwimmen, für alles andere fehlt noch Zeit und Motivation. Immer mal wieder Joggen an Rhein und Mosel, Wander- und Walkingtouren in der Gegend gelegentliche Inline-Skating runden durch die Umgebung. Aber das alles reicht hinten und vorne nicht um den liebgewonnenen Körper zu erhalten. Gut, essenstechnisch sind Entgleisungen dabei, keine Frage, Schokolade und viel zu viele Cashews, aber das bekomme ich wieder in den Griff.
Und gestern war dann der große Tag..Teilnahme an der 7km Distanz im Nordic Walking beim Stuttgart-Lauf 2015. Ergebnis: 01:04:08h…nicht schlecht aber ausbaubar. Zusammen mit dem Rudel aus dem Optifast Zentrum Stuttgart wars ein Riesenspaß. Und nächstes Jahr dann unter 1h.
Die nachste Herausforderung hab ich dann heut in der Mittagspause entdeckt: das Moselschwimmen der DLRG Koblenz. 3,8 km moselaufwärts…hoffe es kommt nix dazwischen.
Jedenfalls hat mir der Sonntag so viel Spaß gemacht dass ich mir nun schon immer wieder mal so ein Ziel stecken will. Man schafft eben doch mehr mit Zielen…und seien sie noch so klein.

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..und es ist hart.

Also wirklich, ich hatte ganz vergessen wie das Beuteltierdasein ist..nicht schön.

Jetzt ist erst die zweite von 6 wochen rum und ich kann an nix anderes denken, als wann ich endlich weider essen kann. hatte das icht so kompliziert in erinnerung. Es ist zwar in den zweiten Woche schon minimal besser als in der ersten aber „easy und gut zu schaffen“ ist was anderes.

ich ertappe mich tatsächlich fast täglich wie ichdoch nochmal in den Schränken spinkse, ob nicht doch was Essbares da ist. zum Glück ist das nicht mehr der Fall.. zumindest nix, was man auch mal eben so essen könnte…Das war am WE in Kobenz bei meinem Mann dann ganz anders.. Versuchungen ohne Ende.. aber es ging. Ich habe wie immer gekocht.. aber bis auf das Sauerkraut eher Gerichte, die ich nicht so mag.. z.B. meine erste selbst gekochte Erbsensuppe, eines seiner Lieblingsgerichte. Und da ich immer lästere, wie man sowas aus der Dose essen kann, das sei doch easy selbst zu machen, war es an der Zeit ihm das zu beweisen. Und es hat vortrefflich funktioniert, scheinbar können meine Kochkünste mit Dosensuppen konkurrieren..:o)..und Spaß gemacht. Vor allem weil ich kein Liebhaber der klassischen Erbsensuppe bin…zu deftig. Ich könnte mir da eher eine Variante aus frischen oder TK-Erbsen vorstellen, leicht.. mit Quäse und Spargel…jaja, da geht sie wieder mit mir durch, die Food-Fantasie..in nur 4 Wochen ist es ja so weit, ich kann und darf wieder für mich kochen. Dann auch in unserern schicken selbstgezimmerten Bambus-Küche in Koblenz. Da muss man einfach Lust auf Kochen haben, da sind wir uns einig.

Ich finde das richtig toll, mein Mann bekommt immer mehr Lust aufs selberkochen, bäckt jetzt auch selber Brot, sein Hauptnahrungsmittel. Hat er ja schon früher gemacht aber so ganz selbst und ohne Pülverchen ist schon was neues.

Brot ist das nächste gute Stichwort zum Thema Schmacht und Durchhalten.. Wir waren nämlich am Freitag über eine seiner Gesellschaften zum Backes eingeladen.. Da bäckt man in einem traditionellen alten holzbeheizten und ca. 400°C heißen Ofen Brot..drumherum wird diskutier, Wein probiert und genetzwerkt. Ich hab fleißig mit angepackt und Brote geknetet, wie alle, aber mit dem Hintergedanken, dass ich nicht wie alle anderen hinterher kräftig bei frischgebackenem Brot und Flammkuchen zugreifen werde.

Zugegeben, eine kleine Scheibe Brot mit etwas Butter hab ich mir dann doch gegönnt, es roch zu gut und ich war schon ca. 6h nach meiner letzten Mahlzeit einfach viel zu hungrig..zuhause gabs dann noch den ltzten Beutel und ich war zufrieden. Ein Brot habe ich mir auch mitgenomen, es wartet nun im Froster auf mich..wobei frisch und selberbacken ja immer noch das Beste ist. aber eine kleine Trophäe wollte ich dann doch haben.

Und diese liegt nun ja gut verwahrt in Koblenz im Eisschrank, wer weiß, ob ich mich sonst zurückhalten könnte. Mein Durchhaltevermögen war beim letzten mal soo gut. abgesehen von den kleinen Fleischfitzeln, die ich um Weihnachten stibitzt habe.. aber da waren ja auch schon mehrere Wochen rum.. nicht Tage.

Nunja, ich hoffe dass sich all die Schmachterei wenigstens auf der Waage gelohnt hat. Heute abend gehts wieder ins Zentrum: Wiegen, besprechen und Beutel tanken. Vorab trifft sich das Rudel zum gemeinsamen walken, bei dem Wetter ein Muß. Traut man meiner heimsichen Waage bewege ich mich schon unterhalbd er 100kg Grenze. Und auch der Blick in den Spiegel ist absolut zufriedenstellend. So muss es dann nur bleiben.

Nunja, die Waage zeigte ermunternde 98,6kg. Und das Gespräch mit Ärztin und Ernähungsberaterin ergab Folgendes: Da ich mir ziemlich sicher war,d as Vollfasten keine weiteren 4 Wochen stringent und ohne Ausrutscher durchhalten zu können werde ich ab heute bereits den ersten beutel durch richtiges Essen ersetzen. Puh… ich muss sagen, ich bin so erleichtert. Das heißt, ich kann am Tag fast 600g Gemüse/Obst, etwas Fett/Nüsse und z.B. bis zu 250g Hühnchen mit vier Beuteln kombinieren. Das, da bin ich mir sicher, halte ich ohne weiteres die nächsten 5 Wochen durch. Und werde trotzdem weiter abnehmen und im Anschluss wie geplant mit der weiteren Umstellung fortfahren.

Mir hat in der nur-Beutel-Phase einfach ein zu großes Stück Lebensqualität gefehlt durch den Vollverzicht auf Frisches, echtes Essen. Zumal man ja sehr viel gerlernt hat, wie man sich entsprechend gesund ernähren kann.

Nun habe ich die ersten Wochen Umstellung bzw. 4 Beutel + Nahrung hinter mir und bin zufrieden, weil es mir gelingt, weiter abzunehmen und zwar ohne den totalen Verzicht auf frisches Essen.

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I’m beuteling again…

..und es läuft.

Ich hatte ganz vergessen wie fit und enthusiatisch man sich fühlt, wenn man fastet.. oder „modifiziert“ fastet. Das muss man derzeit ja betonen. Denn in der Zeit vor Ostern wird das schnell mit religiösem Fasten verwechselt..schön wärs, dann könnte ich dieses Jahr mal wieder bei den Ostereiern zuschlagen. Gab ja letztes Jahr schon keine, da waren die punktemäßig noch nicht drin. Und dieses Jahr wird über die Feiertage gebeutelt.

Naja, ich muss sagen, es läuft ganz gut, bis auf den Fakt, dass ich natürlich immer wieder Hunger habe, da hat sich nichts geändert. Hatte ich ja insgeheim schon gehofft. Aber mal ehrrlich wie soll man von so ein paar Shakes satt werden. Schaff ich bis heute nicht. Aber ich fühl mich fit und voller Energie und das Gewicht purzelt auch fleißig.. bin heute morgen bei 100,2kg!

Heißt: Es ging und geht unter der Woche gut, da ist man ja auch kaum mit Alternativen konfrontiert. Am WE ist das anders. Ich habe brav wieder gekocht um wenigstens etwas mit Essen zu tun haben zu können, das war kein Thema. Aber gestern nachmittags gings mit Freunden zum Flugplatz in Winningen, wo sie mit dem Flieger auf nen Besuch vorbeigekommenwaren, und da ist das Flugplatzrestauraunt ein wohl nicht allzu schlechter Grieche. Und beim Griechen…da riecht es nach Fleisch,..und Knoblauch.. lecker…gemein…

Das war schon hart, da einfach nur 20 min neben der Terrasse zu stehen. Wir haben da ja noch nichtmal gegessen.. aber es roch sooo gut. Und wie auch in der letzten Beutelphase fehlt mir schon nach ein paar Tagen das Fleisch. Vegetarier durch und durch könnte ich nie werden. Das wurde mir mal wieder ganz klar.

Aber ich habe durchgehalten und all das lecker Essen nur angeschaut.

Freitag war Pack-und Umzugsfahrt..bei einigen Stunden Kisten und Regale schleppen merkt man schon, dass 800kcal ziemlich wenig sind.. vor allem wenn man morgens ne Dreiviertelstunde schwimmen war.

Erstes Zwischenfazit als erneutes Beuteltier: ich glaube so schwer fiel es mir in der ersten Runde nicht…ich fühle mich zwar gut aber ich kämpfe extrem mit den Gelüsten..zumal man jetzt soo viele wenig kalorische Lebensmittel kennt, die man doch einfach mal so zwischen schummeln…Nein. Ich muss mich irgendwie mit Tee und Trinken im Allgemeinen ablenken. Wenn ich mal 12 Wochen geschafft habe, müssen doch 6 Wochen auch gehen.. Und mein erstes Gericht, das ist jetzt schon sicher, wird Spargel sein. Umstellungsphase und Spargelzeit beginnen nämlich zeitgleich…Zudem wartet zuhause in Koblenz auch noch eine nicht unwesentliche Menge frisches Sauerkraut auf mich…aber jetzt nicht zu viel dran denken!! Jetzt gibts erstmal noch 5 Wochen Beutel pur.

In dem Sinne. Prost! Ich mach mich an meinen 5. Flasche Tee heute…

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Pushing the limits…nur ein neues Leben reicht mir nicht…

ja, lange war es still..aber nur hier, bei mir wars laut und turbulent und nun, wo all die Planung der Veränderung abgeschlossen ist und es an die Umsetzung der Beschlüsse geht, da heisst es für mich mal wieder: wenn schon Veränderung, dann richtig.

Nach Abschluss des 52 Wochen Programms ging es mir sehr gut: verheiratet, fast 40kg leichter, zurück von eine phänomenalen Hochzeitsreise und eine tolle neue Wohnung, da, wo ihrgendwann mal das Leben weitergehen soll.

Seit dem pendel ich nun nicht nur vom Zuhause meines verheirateten Ichs zum Zuhause meines arbeiten Ichs, sondern auch mein Gewicht um die 100kg, adventlich weniger, weihnachtlich mehr,..hin und her aber nicht soo arg viel. Aber eben immer um die verhasste 100. Plan war ja: erstmal halten und den Körper nicht weiter stressen und wenn, dann mit Nachwuchs, nicht mit Beuteln.

Nunja, aber es kommt dann doch eben immer anders als man denkt. So habe ich jetzt einen neuen Job. Ab Mai, nicht hier, 300km von meinem Mann entfernt sondern direkt neben unserer Wohnung. Und einen richtig guten dazu.

Allgemein logische Konsequenz: erstmal kein Nachwuchs.

Speziell für mich logische Konsequenz: Du warst gewichtstechnisch noch nicht am Ziel, also : auf gehts!

Aus dem Grund haben wir, da es nicht nur mir im „Rudel“ so geht, nochmal einen Gruppen-Ernährungstermin im Zentrum  gemacht und besprochen, welche Ziele bei jedem vorliegen und wie man sie am besten erreichen kann. 1000 Dank nochmal an das tolle Team vom ZKES, das uns dabei unterstützen wird!

Für mich konkret stand schnell fest: ich will gerne um ein Limit schwanken, aber nicht um die 100. deshalb ist das neue Ziel: Schwanken um die 90. Damit kann ich gut leben denke ich.

Und wie kommt man dahin? Naja, in meinem Fall: nochmal fasten, umstellen, stabilisieren,..aber nicht volles Rohr sondern im Kurzprogramm, mit dem man das Ziel von ca. 10kg gut erreichen können soll.

Warum ich nicht mit erreichtem zufrieden bin und erstmal langfristig stabilisiere? Naja, warum sollte ich? Ich bin immer noch übergewichtig und der Meinung dass man das ändern sollte. Der Beschluss nach 52 Wochen erstmal eine Pause einzulegen, war und ist richtig. Der Beschluss, nun die Gunst der Stunde zu nutzen und nochmal zu reduzieren, ebenfalls.  Zudem habe ich bei der letzten Runde gelernt, wie gut mir die Kombination von mehren lebensverändernden Maßnahmen gleichzeitig getan hat und gelungen ist (Verlobung, Abnahme, Hochzeit(svorbereitungen), Wohnungssuche)..warum also nun beim Ausfasen des alten Jobs, Umzug, und Antritt des neuen Jobs nicht wieder die Kombinationstaktik mit der Abnahme fahren?

Die Zeit der Lebensumstellung wird stressig und unregelmäßig werden und ich bin mir sicher dass ein gut geplantes Programmkonzept mir in der Phase Halt und Sicherheit gibt. Ich schlage 2 Fliegen mit einer Klappe: ich habe ein Ernährungs-Stützkorsett für turbulente Zeiten und erreiche zeitgleich ein weiters Etappenziel richtung Normal- bzw. Wohlfühlgewicht.

Dienstag abend waren wir zu zweit im Zentrum waren, nach medizinischem Check-up (Uaaah 104kg!!! da hab ich mich doch am WirfeierndieKündigungs- WE ein bisschen zu sehr gehen lassen.) und nochmaliger Durchsprache des Programmplans waren und sind wir hochmotiviert. Toll fidne ich auch wei flexibel man uns unterstützt. ich werde ja in der wohl 2. Umstellwoche aus Stuttgart verschwinden und mich dann für weitere Meetings per Skype zuschalten. Das ist mir wichtig, denn gerade die regelmäßigen Checks und Meetings sind der Grund, warum Optifast bei mir funktioniert, nicht allein die Beutel, sondern das Rudel…und das schließt mittlerweile die ZKES Mannschaft mit ein.

Gesten war nun mein erster Beuteltag. Es lief gut, klar hatte ich Hunger, wie imer aber mit viel Tee und Wasser ging es gut. Ab Mittags ein bissl Kopfweh, ging aber auch. Abends ne Stunde geschwommen und dann, nach den letzten zwei Beuteln seehr früh eingeschlafen. War morgens aber auch ziemlich zeitig im Büro gewesen.

Ist schon lustig, wie vertraut einem die Geschmäcker der Beutel sind. Und, und obwohl nicht berauschend lecker, sie doch schöne Erinnerungen an eine Zeit wecken, in der sich mein Leben soooo verändert hat. Bin jedenfalls voller Enthusiasmus, heute morgen war es schon 1 kg weniger als gestern…und da waren es, morgens, leer und ohne Klamotten, auch schon nur noch 103kg gewesen…. es läuft!

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nach 52 Wochen…time to show face

Jaaa, nun ists schon fast 4 Wochen her, das Jawort und all die damit verbundenen fantastischen Feierlichkeiten inkl. der direkt angeschlossen angetretenen Hochzeitsreise. Alles schon vorbei.

Es war herrlich schön und – im Schulterblick zurück – gewichtstechnisch gar kein Drama. Ja, ich habe jetzt ein paar Kilos mehr, ca. 2-3, aber das ist auch nicht verwunderlich.

Die Hochzeit selber war essenstechnisch kein Problem. Ein Gläschen Sekt, danach nur noch Wasser und mir hat sowas von nix gefehlt. Ehrlich. Das Essen war noch viel besser als ich es mir beim Lesen der Speisekarte ausgemalt hatte. Wirklich erstklassig und es ist eine Schande, dass man nicht den ganzen Abend nur gegessen hat sondern noch soo viel wunderbare andere Sachen zu tun hatte. Kritisch ist natürlich der Kuchen- und Tortenkonsum an solch einem Tag.. Unsere wunderbare Hochzeitstorte, eine von der Schwiegermama in ca. 40 Arbeitsstunden aus u. A. 70 Eiern gezauberte schokoüberzogene vierstöckige Baumkuchentorte war der Knüller.. und mehr als ein kleiner Schnitz ist davon ganricht auf einmal zu verzehren. Ebenso mächtig in gleich mehrfacher Hinsicht war die Überraschungstorte von meiner kleinen Schwester, die Ihr lieber Ingenieurskollege gezaubert hat. Ein 21 Kilo Monstrum in meeresblau mit DLRG-Rettungsboje und Airbrush-Haien..innen leckerste Schwarzwälder-Kirsch-Torte mit viiiiiiel Schokolade. Die ging allerdings zu gut 95% in die Mägen unserer Kollegen, eine Hälfte noch vor der Reise an die Koblenzer, die andere Hälfte nach 2 Wochen Aufenthalt im Gefrierschrank dann an meine Stuttgarter Kollegen. Die Hochzeitstorte ist zu gut 70% noch eingefrohren und bleibt das wohl zugunsten des Gewichts auch in Großteilen erstmal noch.

Ja, aber damit der Kohlenhydratparties noch nicht genug.. dann gings auf die Île de La Réunion, Mauritius französische Schwester im indischen Ozean..die Insel der Vanille und der leckeren aber fürchterlich öligen Carris, würzige Eintopfgerichte mit Gemüse und Fleisch oder Fisch.. Genossen haben wir die lokale creolische Küche vor allem im Pipin D‘ Amour, einerm charmanten Table et Chambre d´Hôte im wilden Süden der Insel.. hier kocht die Hausherrrin abendlich formidable Dreigangmenüs aus lokalen Spezialitäten wie eben der Pinpin, einer kartoffelartigen Frucht der Vacoa-Palme. Und das ist garnicht so einfach. Kartoffeln muss man bekanntlich nur schälen, die Pinpin hängt hoch an mindestens 4 Jahre alten Palmen und wirft nach einem Jahr Reifungszeit erstmal ihre herrlich nach Mango duftenden aber nicht verwertbaren Kerne ab. Dann muss das Überbleibsel ein weiteres Jahr an der Palme reifen bis man es schälen und zubereiten kann.. und dazu muss man es mit einer irre scharfen Machete erstmal schälen und zerteilen und dann noch 2h kochen. Daraus kocht die Madame de Cuisine dann wunderbare Gratins oder Salate.. herrliche Vorspeise. Daran anschließend gab es dann landestypische Linsen oder eben dieses unglaubliche Tintenfisch-Carri, mit viel Zitronengras.. ein Gaumenschmaus, dazu etwas Reis und herrlich scharfe Rougail, Tomaten-Chili-Salsa. Im Anschluss dann, ganz französisch, angelehnt an die gute Tarte Tartin, ein Traum  von Kuchen mit Papaya. Begleitet wurde das alles von herrlichem Wein aus Südfrankreich (so bezeichnet sich augenzwinkernd das kleine Weinanbaugebiet in Cilaos, einem der drei Talkessel der Insel) und natürlich vorab einmal quer durch die Bar der diversen Sorten Rhum arrangé. Mein Favorit: natürlich Pinpin und Bitterorange.

Ja, nach der Beschreibung liegt wohl auf der Hand, das allein eines dieser Abendessen leichtfertig das Punktekontingent von locker zwei Tagen sprengt. Bleibt zu sagen, dass wir uns das ja nur zwei Tage gegönnt haben, plus einen weiteren ausschweifenden Abend im vorletzten Hotel, wo ein creolischer Abend angeboten wurde.

Ansonsten bestanden unsere Mahlzeiten abseits vom Frühstück aus üppig belegten Picknick-Baguettes. Denn Picknick ist eine Leidenschaft der Insulaner.. ich habe noch nirgends so viele, so große und so liebevoll angelegte und gepflegte Plätze für solche Aktivitäten gesehen wie auf dieser Insel..mit so herrlichen Aussichten auf Meer, Wälder, Täler oder Berge und Vulkane. So gab es dann immer ein halbes Baguette mit Thunfisch, Tomaten, Corned Beef, Camembert und/oder Salami, gerne ergänzt mit Gurken oder Grünzeugs…fürs gute Gewissen..dazu Unmengen, aber wohl immer noch zu wenig Wasser.. Und dann in 14 Tagen vier Tageswanderungen..durch den endemischen nebeligen Wald von Belouve im Cirque Salazie, hoch über marsähnliche Landschaften auf den immer noch sehr aktiven Vulkan Piton de la Fournaise, hoch und runter durch die Schlucht Bras Rouge im Talkessel von Cilaos, einmal schwitzend in kurzen Klamotten zu Fuß und am Tag drauf im Neo und mit Helm, teils abseilend, teils rutschend und teils einfach ins Wasser springend beim Canyoning..und dann final im Cirque du Mafate, dem einzigen der drei Talkessel, der nur zu Fuß oder per Hubschrauber erreichbar ist..alle sehr schweißtreibend und voller faszinierender bis atemberaubernder Eindrücke..fürs Auge, für die Ohren oder für die Nase.. die Insel ist schlicht ein Erlebnis für alle Sinne..

Da bleibt der Sinn für puntekonforme Ernährung einfach mal auf der Strecke. Aber so eine Reise macht man (hoffentlich doch nicht) nur einmal. Und ich bereue nix, es war wunderbar. Und ich weiß nicht ob ich das alles so toll hätte erleben können wenn ich wie vor noch einem Jahr 40 Kilo mehr überall hätte mit hinschleppen müssen..eher nicht.

Zurück zuhause bin ich wieder voll im Programm, mit ein paar Kilos mehr, die ich sicher bald wieder quitt bin, wir werden sehen.. gleich geht’s zum finalen Vermessen ins Optifast-Zentrum, kaum zu glauben dass es schon genau ein Jahr her ist..und wie ich vor einem Jahr aussah und wie heute. Es war eine wilde Reise, also die letzten 52 Wochen, und ich hätte nie zu träumen gewagt heute so weit zu sein..

Hehe, und nun hab ich grad die Vorher-Nachher Fotos bekommen und muss schon sagen, HAMMER! Vor allem die Aufnahmen von der Seite sind doch wirklich beeindruckend. Da wird mir erst so richtig gewusst was fast 40 Kilo ausmachen..seit Freitag ist auch eines der Hochzeitsreisekilos wieder weg, heut morgen lag ich bei 98,4kg..und ich schaff es auch weider auf die „jippiehichhabvierzigkiloabgenommen“-Marke. Das Foto häng ich mir groß in all meinen Zuhauses auf, als Warnschusss, sollte doch mal die Verlockung kommen. Und das wird sie.

Eigentlich wäre meine Optifast-Story damit nun zuende, aber ich will auch gern weiterhin vom Leben danach berichten, nicht zuletzt weil mir die (teilananonyme) Öffentlichkeit sehr geholfen hat durchzuhalten. Und Bedarf sich zu erinnern und zu motivieren gibt es genug.. zu groß sind die Verlockungen die einen vom erlernten Weg abbringen könnten.. grade jetzt, wo es wieder kalt und ungemütlich wird fällt der Sport schwerer.. aber dafür hab ich mein Rudel. Unsere Gruppe hat sich  – fast geschlossen und mit ein paar Zuwächsen – entschlossen, gemeinsam weiterhin dienstags für den Stuttgartlauf nächstes Jahr zu trainieren.. wir wollen den 7km-Lauf als Optifast-Rudel absolvieren um zu zeigen was möglich ist. Heute abend startet die erste Trainingseinheit und ich bin gespannt, denn außer den verhassten 3 oder 5km Läufen in der Schulzeit war ich nie wirklich laufen.. walken ok, aber Laufen.. naja, ich lasse mich mitreissen und hoffe sehr, dass ich Gefallen dran finde. Denn nicht nur hier in Stuttgart, auch in Koblenz gibt es wunderbare Laufstrecken.

Also, das waren 52 Wochen, beschwingt geht es weiter. Aber die harte Phase kommt jetzt noch..ohne Wochenmeeting und angewiesen auf die eigene Disziplin. Ich merke jetzt schon dass immer wieder Versuchungen lauern, sei es nur das kleine Glas mit Erdnussmuß das noch hinten in meinem Kühlschrank lauert.. ein Teufelszeug.. in Maßen gut um mal rote Punkte zu killen.. aber eben nur in Maßen und nicht in Massen wie sie einem manchmal vorschweben.. genauso bei der Schokolade, weswegen ich keine kaufe. Ich frage mich, ob irgendwann auch das Verlangen danach nachlässt, so dass man einfach dran vorbeigehen kann im Laden und sie nicht immer aktiv links liegen lassen muss.. das wäre komfortabel.

Mein Hirn dreht sich schon noch ziemlich um das Thema Essen, da ticke ich noch lange nicht normal..fraglich ist, ob sich das je ändern wird.

Herrje, ziemlich durcheinander dieser Post.. ich verspreche Besserung…in jeder Hinsicht.

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keeping it up…äh..down

ja, was denn nun?den guten spirit up, und das Gewicht down..das beschreibt es wohl am besten. Ich habe jetzt akut nicht unbedingt große Not, das Gewicht aktiv unten halten zu müssen, solange ich mich an meine Punktevogaben halte, bleibt es von alleine da. Und das obwohl ind er Sommerferienzeit fast alle meine regelmäßigen Sporttermine ausfallen und die ach so ambitionierten, dann geh ich eben ins Fitnessstudio-Vorsätze nur mäßig fruchten. Vorteil ist dabei wohl, das die Rennerei auf der Arbeit und auch die kräftezehrenden Teilumzugsaktivitäten der letzten Wochenenden den Sportverlust ausreichen zu kompensieren vermögen.

Na und die Zufriedenheit? Ist da, immer mal wieder wird man drauf angesprochen: das ist ja irre, Wahnsinn 40 kilo und so.. das motiviert. Aus die grade zwangsläufig nochmal eingeläutete Ausmistaktion des Kleiderschrankes gestern war schön: vieles ist einfach zu groß, obwohl schon in der Überganszeit gekauft..kommt auf den Markt bzw. unters willige Volk. So ist mein Kleiderschrank nochmal deutlich leerer geworden…und damit übersichtlicher, absolut ein Gewinn.

Zwischenzeitlich esse ich komplett Stufe 3, an manchen Tagen eine Herausforderung, an manchen Tagen immer noch zu wenig. Vielleicht geht  da nochmal mehr, aber jetzt muss ich erstmal schauen, dass ich das auch im Alltag gut eingehalten bekomme. Wobei der Alltag, also 5 Tage arbeiten, kein Thema sind, eher die Wochenenden und der anstehende Urlaub mit allen Feierlichkeiten. Man wurschtelt sich da schon manchmal durch. Denk ich an den Umzugstag, morgens Frühstück.. und dann erinner ich mich erst abends wieder an was..und viel zu wenig trinkt man an solchen Tagen auch.. naja, aber das ist ja nicht die Regel. Nun steht dann noch eine Woche Türkei inkl. türkischer Hochzeit von Freunden an.. da wirds sicher auch nochmal schwieriger .. naja und dann schon bald die eigene Hochzeit..das wird aber handlebar.. wir haben super Essen ausgesucht.. und schwierig ists da eher, sich nicht mal wieder Sekt und Wein hinzugeben.. das hätte aber wohl fatale Folgen, das habe ich bei der halben Flasche Champagner zum Einzug gemerkt.. die knockt einen komplett aus..man ist eben nix mehr gewöhnt.. gab ja seit Oktober bis auf eine Ausnahme keinen Alkohol. Fehlt mir aber nicht wirklich muss ich ehrlich sagen. Genau so wenig wie – absolut überraschend –  die Schokolade.. klar gibt es immer mal wieder einen sehnsüchtigen Blick zu den verführerischen Tafeln.. aber wenn man dann bedenkt wie wenig man davon essen dürfte bzw. wie viel man aufschreiben müsste wenn man sich die Menge einverleiben würde nach der es einem gelüstet.. da bleibt sie dann doch im Regal. Mag auch an dem gelegentlichen Verzehr der Optifast-Riegel liegen, die je schon schokoladig sind, und dem stark entölten Kakaopulver im Quark..aber richtiger Ersatz für die im letzten Post beschriebenen genüsslich gelutschten Riegel sind sie keinesfalls. Wie gesagt, so groß dass man ihnen nachgeben müsste sind die Gelüste bislang nicht…zum Glück.

Nee, nee, jetzt sind schon wieder Wochen vergangenen und der Post gammelte vor sich hin.. viel getan hat sich nicht. Man lebt eben in Stufe 3.

Die letzten 10 Tage war ich dann aber im Urlaub, in der Türkei, bei zwei Hochzeiten und bei beiden stand die flexible Kontrolle auf dem Plan.. man kann ja nix wiegen, weiß nicht immer was drin ist und punktet pi mal Daumen. Das hat aber gut geklappt. Im Urlaub hab ich sogar ein wenig abgenommen. Das macht mich schon stolz, immerhin zeigt es mir, dass ich mich auf mein Gefühl verlassen kann und „kleine Sünden“ effektiv ausgleichen konnte. Im Urlaub hab ich dann auch nicht alles aufgeschrieben, es war aber auch immer sehr gleich, und da ich die kleinen Variantionen eh nicht korrekt hätte bepunkten können habe ich eben grob überschlagen. Und das Resultat konnte sich sehen lassen. Nun schreibe ich aber wieder fleißig, einfach auch schon weil es mir Sicherheit gibt. Aber es dürfen sich immer mal weider sonst eher gemiedene Produkte einschleichen.. z.B. gabs in der Türkei natürlich keinen fettarmen Quäse sondern eher weißen Käse, der definitiv viel mehr Fett hat.. aber da von wenig, und „notgedrungen“ fast nur Hühnchenfleisch und Fisch statt Schwein und Rindersteaks…das gleicht sich dann wieder sehr gut aus.. dazu viiiiiel Salat und Gemüse und viel Obst..und Öl an allem möglichen.. aber dafür wurden eben andere Fettquellen eingespart..

Jedenfalls stimmt es mich sehr optimistisch, dass sich fast 8 Tage ganz andere Ernährung nicht negativ ausgewirkt haben, zumindest was das Gewicht angeht.. denn sooo viel Sport haben wir ja auch nicht getrieben, das das alles hätte kompensieren können. Das ist ein gutes Gefühl, dass ich mit in die kommenden Wochen nehmen kann, die ja nicht weniger turbulent werden. Noch zwei wochen Arbeiten, dann letzte Vorbereitungen für die Hochzeit und im Anschluss 2 Wochen Geflitter im indischen Ozean,..sicher ohne Buffets, fettiger aber dafür auch sehr viel aktiver, mit Wanderungen, Schnorcheln und Vulkanbesteigung.. ich freu mich drauf.

Was ich aber doch gemerkt habe: der Genuss von „normalen“ Brötchen und gelegentlichem Kuchen statt des so liebgewonnenen Knäckebrots ließ wieder Müdigkeit und Heißhunger auftauchen.. Ich bin echt kein guter Verwerter dieser Kohlehydratquellen..Naja, muss ich ja auch nicht, wozu gibts Gemüse.. aber Diese Simits, Sesamkringel und kalorienmäßig in etwa mit den guten alten Laugenbrezeln zu vergleichen, sind einfach zu lecker..

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TV, wrinkly raisins and the delicious sensation of melting chocolate back in the 80ies

Yesterday i was watching a series on TV called „Extrem Schwer“ – extremly overweight/hard/difficult. The plot of this show is that a really overwight Person tries to loose its weight during a year of coaching, sport and change in eating behavoiur. The person in this particular episode was a 224kg guy, who lived and worked at his parents house, helping his father with his business. He was a former football-Player, who stopped training over ten years ago pretty abrubtly and never adjusted his eating behavoiur, regarding the massive reduction of physical activity..at least that is, what he claimed caused his extreme obesity.

From the start i was quite sceptic if he would at all be successful, regarding his initial motivation. It seemed, as if he was joining the program rather based on his parents wishes than his own urge to change his life. His father refused to hand down his business to his already involved son, claiming he sees him not in the physical shape to run the business or even keep up with 8h straight work per day. according to the interview, the son behaved more as an employee than an aspiring leader.

Whatever, he started quite enthusiastic but was soon facing first bumps in the road, having a breakdown and being forced to lay of sports due to a hospital stay. But dafter all, he came very close to his goal of loosing 35 kg after the first 3 months. But after that he seemed to have lost his motivation, and the , in my opinion quite convincing and motivated coach, had a hard time getting him engaged in his action plan.

So why am i telling you about this? My impression after following the episode was: you really need to have a certain level of intrinsic motivation to be successful..and stay successful. There has to be a certain level of grievance that forces you to take action and keeps you on your toes.

I was really shocked that the guy did not seem to feel this after the first months. If you watch him, with his big big belly, that kept his thighs bumping into it with every step or stair he takes..his obvious inability to see anything of his body below his breast..

After my experience, you surely loose perspective of how fat you really are.. absolutely.. only pictures and videos show the real you, mostly in contrast to „normal“ people or even objects. Even a Mirror only lets you see what you want to see, because you kind of blend out the truth.

In the end I lost interest in the show when he found excuses one after the other not to participate in the offered actions. That again shows that he really did not want to be helped to lead a healthier life.. he was not ready to skip the fatal habits he had grown so used to over such a long time. But that is what is essential for any lasting success. You really need to be willing to start fresh, accept the costs and commit to keeping up the spirit, come what may. And in order to do so, you really need to want to succeed, because the motivation to please others won´t be enough.

And after almost 600 words in English it might be the right time to let you know why the hell i started writing this article in a different language.. well, i guess i am just inspirated by all the blogs and articles i’ve come to read in english in the past weeks and months..and just wanted to try if i can put my experiences down in understandable written english…so be my guest judge me..;o) After all: writing in english is not the reason for me being quiet for quite some time since my last post.. reasons for that have rather been my full time job, sports, flat-hunting for my fiancé and sometimeinthefuture-me as well as the preparations for our wedding in early october..

In one of our last psycho-sessions our assigned psychologist was absent due to sudden ilness. So we had a substitute filling in for her. That was some nice experience, because its always an experience to have another perspective reflecting your achievements.. for me at least. She did a nice little experiment with us, she called it „eating with beginners spirit“ – very freely translated, i guess.

The task was to choose a single raisin from a plate, really choose it, not just take it and place it right in front of us. We were then asked to really look a it, inspect it, only with our eyes at first, then touch it, feel it, smell it..step by step, make associations, notice what ist nice about it, what is weird, really recognize our feelings during this inspections, reflect the thoughts that enter our mind. After those several minutes of „establishing a connection“ to „our“ raisin, we were then allowed to put it in our mouth, not chew, but first feel it, taste it..then softly take one bite at it, then feel and taste again..and again.. after all experience a very slow, observing and attentive eating operation of a single raisin.

After having stretched this experience to the fullest and taking a short break to really loose the taste of the raisin in our mouths, the next step was to just grab any amount of raisins – as we would usually do – put them in our mouths, chew and swallow them the „conventional way“.

Not surprisingly, we did not enjoy the second part of the experiment quite as much as the first.

So what is the Plot of the little raisin-story? Eating something like its the first time can really give you back that great experience all kinds of foods have to offer: special tastes, consistencies, smells, feels…and it really is eating in/at another dimension. How much one can enjoy the taste of a raisin, who – like me – normally is not very fond of those wizen, dry grapes that you find everywhere, from cakes over granola to spanish spinach.. To be honest i did not get a flash of positive associations with that wrinkly raisin in my hand or mouth.. i merely rememberd my habit of eating those delicious belgian jaques chocolate pieces, my grandma gave us back when we were kids. I always broke off one single bar, wrapped a piece of the aluminum foil around the small part, that had the person on a horse embossed in it, an then slowly sucked off the melting sweet chocolate from the opposite end of the bar…there was no greater combination of taste and feel than melting milky chocolate. That´s what i was thinking about during that raisin experiment.

One should really take the time to enjoy food as much as possible, take the time, really get in touch with what you put in your mouth. It´s absolutely worth ist.

So, if by now you´re wondering what this post is really about..you are not alone.. i even have a hard time choosing a headline.. the result you see above.. maybe that is because this article grew over some weeks and in several sessions. It´s an experiment..after all, i just wanted to write something again.. and in english.. have fun with the result.

So long!

To make sure that there is at least some relevant sense to this post: i´ve reached stabilisation at 96kg..what puts me down to a total of -40kg after 41 weeks….and i am really happy about it..not to say proud.

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Finally….

..ich bin ein UHU (wiege weniger als 100kg…für die, die denken ich bin plötzlich so eine Art ehrwürdige Eule und freu mich drüber)

Eigentlich hasse ich diese albernen Bezeichnungen und Phrasen wie „in alte Gewohnheiten/Muster zurückfallen“, „die Ernährung umstellen“, etc.. aber ein UHU bin ich nun, offiziell seit vorvorletztem Dienstag, denn da zeigte auch die Waage im Zentrum zum ersten mal vor dem Komma nur noch 2 Stellen..und dahinter eine 5. Ein Wahnsinns-Gefühl. Wobei man sagen muss, es ist nur eine Zahl auf der Waage. Morgens, entleert und nackig auf der Waage hatte ich sie schon vor ein paar Tagen mal, aber eben nicht beständig..wie jetzt seit den Dienstag. Ein kleines Highlight in der Früh aber beim Frühstück schon wieder vergessen..was an sich zeigt, dass das Gewicht nicht alles ist. (Ge)Wichtig für mich ist eher die sich immer noch verändernde Form meines Körpers..also das er eine definierte hat. Und die sieht man und fühlt man, egal ob ich manchmal nur von links nach rechts laufe, mich im Spiegel oder nem Fenster seh , mich am Rücken kratze und dabei keine Röllchen und Poster fühle sondern feste Muskeln und Knochen.. unter schlabbriger Haut, klar, aber ich fühle sie .. und ich sehe sie. Oder ich sitz im Auto und sehe wie dünn meine Oberschenkel geworden sind.. oder pass einfach so in einen Stuhl mit Lehne..recht und links schnürt nicht nur nix ein, es bleibt auch noch Platz. irre.

Das mag für jemanden der nie so fett war wie ich nix Besonderes sein aber man muss sich mal vorstellen, dass ich ja eigentlich seit der Grundschule, 2./4. Klasse dick war. Nicht irre dick aber auch alles andere als schlank oder nur ein bisschen mollig. Ich kenn das also garnicht, wie das ist, so einen Körper zu haben. Und deshalb bin ich schon auf eine Größe 44746 stolz und hab kein Problem damit sie zu zeigen.. naja fast kein Problem, den Bikini, den ich mir schon gekauft habe werde ich mir erst noch ein bissl im Fitnessstudio erarbeiten. Aber ich hab am WE unzähliche gleichfigürliche gesehen, die ohne Bedenken „indermitteohne“ rumlaufen.. warum also ich nicht?

Shoppen wird auch grad zur Droge. Kein Wunder, ich kann einfach so in nen Laden gehen und muss nicht am Ende der Stange suchen sondern kann mittendrin  anfangen zu probieren. Das klingt normaler als es für mich ist. War am vorletzten Freitag mit Schwester und Mama shoppen, und wir waren in Läden wo ich früher nur andere mit Kleidern versorgt habe, für mich musste ich da nicht mal gucken und wenn es was in großen Größen gab, dann war man da mit zwei Blicken durch. Jetzt kann ich tatsächlich nicht nur selber gucken, ich habe Auswahl. Ich kann es mir leisten, wählerisch zu sein. Klingt jetzt vielleicht dramatischer als es ist, ich hab immer was zum Anziehen gefunden und musste auch aus Not nie was tragen das mies aussah. Aber es ist einfach eine Umstellung, in einem Laden wirklich gucken zu können, nicht vorher schon zu wissen, dass es eh nix gibt. So hab ich dann auch gleich ein schönes Kleid erstanden und Sonntags drauf stolz getragen. Bis zum Knie gehts..kräftige, muskulöse Waden habe ich immer noch, blaue Flecken, Tattoo und Kratzer auch.. aber das ist auch OK so, so dünne, grazile Stelzchen werde ich nie haben…da muss ich nicht drauf warten.

Am WE konnte ich sogar in meinem Kinderzimmerkleiderschrank shoppen gehen, da ging nämlich noch ein altes Jeanskleid von mir, das ich früher (ja, das darf man sagen, wenn es mehr als 10 Jahre zurück liegt, auch wenn man erst 32 ist.) sehr gerne getragen habe…zuletzt mit 15 glaube ich.. reingeschlüpft..und es passt..irres Gefühl.

Und beim Paddeln am WE war mal nicht meine Seite vom Boot die tiefste Stelle..auch cool. Man ist doch um einiges unbeschwerter unterwegs. Und auf den Fotos erschrickt man nicht angesichts der Masse die da erst richtig sichtbar wird.. man denk, joa, so seh ich jetzt aus. Früher ist mir auch immer erst auf Fotos so richtig klar geworden wie dick ich eigentlich bin. Man gewöhnt sich doch erschreckend schnell and ie einen umgebende Masse, man blendet sie schlichtweg aus. Und es sind dann immer Kleinigkeiten die einen erinnern, was die Realität ist. Ein Stuhl, der garnicht soo eng aussieht, es dann aber doch ist. Ein Drehkreuz bei dem man sich seitlich dreht um nicht anzustoßen.. und auf das man hinterher ungläubig guckt…pass ich da wirklich nicht durch??? Eine Hose die auf der Wäschespinne neben der eines „Normalos“ hängt.. und sooo viel mehr Platz braucht..

Der Blick ist oft ziemlich verklärt. Auch sagt einem ja nicht ständig jemand, Mann bist Du fett.. warum eigentlich ? Klar, man ist generell höflich und will niemandem zu nahe treten. Schade eigentlich. Ich spreche hier sicher nicht für die breite Masse aber eben für mich. Und ich wäre dankbar gewesen hätte jemand mich gepackt und gesagt: So geht das jetzt nicht mehr weiter, wir machen was. Ich kann natürlich verstehen, dass das keiner macht, wäre ja Arbeit und man könnte sich ne blutige Nase holen. Das macht kein Fremder einfach so….aber auch kein Freund? kein Familienmitglied? Warum? Weil man ggf. zickig reagiert? Und zuerst mal blockt? Was erwartet man denn? Ich glaube es kommt hier zu seeehr viele Missverständnissen. Man hat als Dicker nicht nur einen Fettpanzer, oft auch einen künstlichen Selbstbewusstseinspanzer, der einen sehr viel resoluter erscheinen lässt als man ist. Der oft vorhandene und geliebte Humor von Dicken ist nicht selten nur eine Schutzfunktion, zumindest zu einem großen Teil.. soo lustig ist das Leben nämlich nicht.. aber es geht einfacher wenn man sich selbst drüber lustig macht…bevor es andere machen.

Ich für meinen Teil hab mir insgeheim immer gewünscht, dass jemand mal so viel Interesse und Engagement zeigt, mit mir über den ersten Satz hinaus übers Abnehmen zu sprechen. Ich bin (mittlerweile) ziemlich schlagfertig und wohl auch immer schnell sehr direkt, so dass alle schnell eingeschüchtert sind.. sich entweder denken, ok, die will nicht, ok, die hats im Griff..was selten stimmt. So hab ich schon sehr früh reagiert. Ich weiß es noch wie heute: ich war auf der Waage gewesen, Mama war dabei, ich wog 60 Kilo, viel zu viel für mein Alter, dass ich ehrlich vergessen habe, schätze 10/11.. Meine Mama fragte: Und, was willst Du nun tun? Ich sagte: Gewicht halten, reinwachsen.. Damit war das Gespräch zuende..mit einem Lacher auf beiden Seiten.

Das Problem war aber alles andere als gelöst. In der Teenie-Zeit hab ich dann beim BRAVO-Lesen öfter mal Berichte über Programme für dicke Kinder gelesen und die dann zuhause rumliegen lassen, in der Hoffnung, dass man mich drauf anspricht, ob ich nicht auch mal sowas machen will.. direkt zu fragen hab ich mich nie getraut.. dabei wäre es mein sehnlichster Wunsch gewesen. Aber direkt um Hilfe bitten, das kann ich bis heute nicht. Und das ist sicher auch ein Grund, warum ich so dick geworden bin. Es ist eine Art Teufelskreis: Du bist unsicher, wirst gehänselt, frisst den Frust und die Enttäuschung in dich hinein, legst Dir nach und nach ein dickeres Fell zu, wirst schlagfertiger, wirst krasser behandelt, reagierst krasser bis man denk es macht dir nix aus.  Lässt dir keine Schwächen anmerken, fragst nicht um Hilfe. Und weil es so einfacher ist, bietet auch keiner welche an. Und das gipfelt dann irgendwann darin, dass deine so über die Jahre gewachsene resolute Persönlichkeit wohlwollende Menschen davon abhält Dir Hilfe anzubieten, a) weil sie denken du schaffst es allein (auch wenn das offensichtlich falsch ist) und/oder b) du Angebote und vorsichtige Nachfragen automatisiert mit kecken Sprüchen abschmetterst, ohne es zu wollen, reflexartig. Was am Ende herauskommt ist alles andere als zufriedenstellend oder gesundheitsförderlich. Ich reagiere wirklich oft vorschnell, reflexartig. Nicht selten denke ich Bruchteile von Sekunden später: Musste das sein? Das Gegenüber ist verprellt, beleidigt, verletzt und unternimmt keinen weiteren Versuch mehr. Was ich persönlich aber wiederum nicht nachvollziehen kann. Bei Leuten die mich nicht gut kennen, OK, die denken ich wills nicht anders. Aber bei Leuten die mich gut kennen, mit denen ich darüber gesprochen habe,..die wissen dass das für mich ein Problem ist, und die wissen dass impulsive Reaktionen bei mir nicht immer ernst oder persönlich zu nehmen sind.. warum haken die nicht nach? warum lassen die auch alles gleich fallen? bin ich nicht wichtig genug um mal hinter die Fassade zu gucken? Lohnt der Aufwand nicht?

Wenn ich jetzt Bilder von vor gut einem Jahr ansehe denke ich: wenn dieses Aussehen kein Hilfeschrei ist, was dann? Wie kann man ernsthaft glauben dass jemand so glücklich ist? Wie kann man glauben dass sich so jemand im Griff hat und in der Lage ist, sein Leben zu überleben?

Ich bilde mir ein genau diese Scheu vor dem ggf. schmerzhaften Blick hinter die Fassade gegenüber anderen nicht zu haben und ecke deshalb immer wieder an..aber ich habe eben den Drang, Probleme anzugehen und zu lösen, sei es schmerzhaft, es geht einem danach umso besser.. grade wenn man sich eigentlich nicht öffnen will, mir tut es immer gut, wenn mich dann doch jemand knackt und mit mir gemeinsam die Wurzeln des Problems erkundet. Aber es ist natürlich unbequem und längst nicht jeder hat den Mut oder die Lust dazu. Verdrängen ist einfach viel zu bequem..bis zu einem bestimmten Punkt. Und auch diese Beharrlichkeit ist nicht einfach. Noch immer bin ich nie sicher, dass das gegenüber den Einsatz zu schätzen weiß, ihn will oder einfach nur erduldet um nicht noch mehr konfrontiert zu werden. mein Wunsch an dieser Stelle: Mund auf, sagt was ihr wollt udn was nicht. Ich mach lieber ein bisschen zu viel als auch nur einen Funken zu wenig. Schlichtweg weil ich erlebt habe wie es ist, wenn eben genau dieser Funken fehlt.

Was sehr schwer ist: sich selbst zu unterstützen, also Helfer und Geholfener in einem zu sein. Und es ist ggf. auch einfacher anderen zu helfen als sich selbst mit den eigenen Problemen auseinanderzusetzen und sie anzugehen.  Manche Probleme, das sei hier zugegeben, lösen sich auch von alleine in Wohlgefallen auf, wenn man sie aussitzt.. aber das fällt mir seeehr schwer…einfach abwarten, dass jemand oder die Zeit sich meiner annimmt…Warten ist keine meiner Stärken.

Ich bin sehr froh, dass ich schlussendlich dann doch die Kurve bekommen habe und mir Hilfe gesucht habe. Und sicher atmen auch Freunde und Verwandte auf, dass ich es selbst geschafft habe und sie nicht mehr intervenieren müssen.

Im Hinblick auf den UHU-Status: damit das konsequent so bleibt haben wir gestern mal festgelegt, dass ich nochmal eine Punkte-Stufe runterspringe, also wieder weniger esse um ein paar Sicherheitskilos zwischen die böse 100 und mich zu bringen.. gestern waren es schon 1,1 aber es sollen ein paar mehr werden, nur zur Sicherheit, dieses Pendeln um die 100 ist nämlich nervig und demotivierend. Also heissts: ein bisschen einschränken und gucken was passiert.. die Reduktion in der Stabilisierungsphase ist durchaus OK, wenn man sein Gewicht über mehrere Wochen mehr oder weniger gehalten hat und das habe ich ja. Einige Gruppenkolleginnen reduzieren auch nochmal stärker, beuteln wieder tageweise, aber das wäre mir jetzt zu krass, auch wenn ich noch weit vom Ideal-Gewicht entfernt bin. Wohlfühlgewicht hab ich schon, zumindest für jetzt, und will meinem Körper nicht zu viel zumuten.

Hui, so bin ich vom UHU zum Problemlöseenthusiaten geworden..in knapp 1800 Wörtern.

 

 

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Optifast? – logisch? Widerspruch oder Symbiose denkbar?

bevor ich mit Optifast begonnen habe war ich Teilnehmer des Abnehmprogrammes 1+12, welches mein Arbeitgeber zusammen mit unserer Krankenkasse anbietet. Dahinter steckt ein 1 wöchiger Klinikaufenthalt gefolgt von 12 ambulanten Wochen mit Ernährungsberatung und Sportprogramm, wiederum gefolgt von einem Refresher-Weekend in der Klinik , weiteren 12 Wochen eigenverantwortlicher Fortführung die in einem Abschlusswochende in der Klinik enden.

In der ersten Woche in der Reha-Klinik Überruh im Allgäu wird einem die Ernährung nach LOGI nahegebracht, sprich wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse, fettreiche Eiweißprodukte und ruhig reichlich Fett; gute Öle und Fette, aber sparsam muss man damit nicht umgehen. Die Philosophie dahinter ist, mit gering glykämischen Lebensmitteln einen konstant niedrigen Insulinspiegel zu erhalten um Heißhungerattacken zu vermeiden. Ohne hier weiter auf die Details eingehen zuwollen und einen Anspruch auf die korrekte Widergabe der  Philosophie zu erheben muss ich sagen, dass ich mit dem Konzept sehr gut zurecht kam. Ich hatte im Vorfeld zum Programm bereits durch eine Reduktion von KH und ein Ernährungstagebuch in Kombination mit Sport bereits 10 Kilo verloren. In der 1+12 Zeit wurden es nochmal 5 mehr aber dann kam ich ziemlich schnell an einen Stillstand. Toll war, dass  auch hiervor allem das Bauchfett schwand, ich wurde viel fitter und beweglicher und fühlte mich recht gut. Aber KH habe ich schon vermisst, die waren ja nicht verboten, 20% am Tag sollte man schon zu sich nehmen. Frühstück bestand zumeist aus 20%igem Quark mit Obst, das hielt lange satt und glücklich, mittags gabs Gemüse oder Salat, abends auch aber mit Fisch oder Fleisch.

Schwierig war, dass die Logi-Philosophie so richtig und einleuchtend ist, Optifast sich aber aher an den Empfehlungen der DGE orientiert, ohne einem da viel vorzuschreiben, aber doch eher widersprüchlich zu Logi. Deshalb habe ich am Anfang auch lange überlegt ob ich mich „auf die andere Seite“ wagen soll. Ausschlaggebend war dann, dass ich mit Logi zwar klarkam, aber es eigentlich keine Ernährungsform zur massiven Gewichtsreduktion ist. Das konnte ich dann selbst im Logi-Forum, in dem dessen Entwickler Dr. Worm selber mitschreibt, nachlesen. Auch er sprach sich durchaus dafür aus, dass massiv Übergewichtige Patienten zunächst mit einer Formula-Diät einen großen Batzen Gewicht verlieren könnten wenn im Anschluss sichergestellt ist, dass sie effizient lernen, den Erfolg auch zu halten. Entscheidend ist meiner Meinung nach, dass man eine Ernährung findet, mit der man alt werden kann, nicht weil sie soo gesund ist und man sie durchhält, sondern weil man sie akzeptiert und verinnerlicht bis es Normalität ist.. Man muss auf nichts verzichten, nur ein Maß lernen, das einem gut tut.

Persönlich habe ich in den letzten Wochen gemerkt, dass Planung der Mahlzeiten anfangs essenziell ist. Da man auf den Packungen keine Punktewerte findet sondern „nur“ Nährwertangaben (war ja vor garnicht allzu langer Zeit noch absolut unüblich), muss man lernen welche Punkte worin stecken, welche Lebensmittel in welchen Mengen verzehrbar sind und wie der Körper und das Gemüt auf Mahlzeiten und Nahrungskombinationen reagiert.. was brauch ich morgens, was mittags, was nach oder vor dem Sport und wie kann ich abwechslungsreich und gesund meine Punkte einteilen.

Zuhause im Alltag ist das bis auf evt. Probleme in der Kantine oder im Supermarkt eigentlich sehr gut machbar. Schwieriger wird es in Restaurants. Sehr gerne gehen wir im Maredo essen, da man an der Salattheke genau das rauspicken kann, was in den Plan passt und man sowohl Fleisch als auch Beilagen unproblematisch und mit Gewichtsangaben bekommt. Für mich wunderbar aber ich glaube so langsam hängt es meinem Zukünftigen etwas zum Hals raus, grade weil er nicht unbedingt Steakfan ist. So waren wir denn am WE auch mal bei Vapiano, da kann man ja auch noch ziemlich gut bei der Zusammensetzung des Essens mitreden. Aber letztes WE, als die Zeit kanpp wurde war es dann doch mal ein Dönerladen.. Bevor ich garnichts aß nahm ich einen mittlere Portion Fleisch, immerhin Huhn und nicht allzu fett, mit Salat, ohne Soßen.. das lag zwar wahrscheinlich über meiner Fettmenge, aber besser als die Mahlzeit ganz ausfallen zu lassen. Schwierig war auch Frühstücken im Lokal mit Freunden, ..zumindest war der Laden nicht so flexibel wie es für mich ideal gewesen wäre.. das Frühstücksbuffet im Hotel am Tag drauf hingegen bot mir alles was ich brauchte, sogar fettarmen Frischkäse.

Das ist die Krux an der Punktezählerei, man kennt eben doch noch nicht alle Lebensmittel „beim Wert“ und kann als Berufstätiger auch nicht Stunden mit dem Heftchen im Supermarkt Werte auswendig lernen. aber es wir mit jedem Tag besser.

Ein bisschen Respekt habe ich vor morgen, dann fällt der letzte Beutel respektive Riegel weg.. und damit auch mein bisher vorhandener easy-Chocolate-fix pro Tag.. die Riegel muss man dann nach Punkten einrechnen und die kosten ganz schön was und normale Schokolade ist nur in eher homöopatischen Dosen drin.. aber auch das werde ich irgendwie meistern, da bin ich sicher. Da ich ohnehin nicht so ein Nudel- und Kartoffel-Liebhaber bin  werde ich auch weiterhin eher große Mengen Gemüse den stärkehaltigen Sättigungsbeilagen vorziehen.. Sättigungsbeilagen ist auch so ein Hasswort von mir.. Serviert man die nur, damit ich weniger Fleisch und Gemüse esse? Satt machen sie mich persönlich nur kurzfristig,.. dann kommt das Koma, die Müdigkeit und dann ganz schnell wieder ein Hungergefühl.

Das Einzige worauf ich ungern verzichte ist der Reis in meinem Sushi.. hab ich aber bislang, weil roher Thunfisch und Lachs ohnehin außer Reichweite waren.. zu fett. Aber ich denke hier kommt dann mein Logi-Kochbuch wieder zum Einsatz, darin gibt es nämlich ein tolles Blumenkohl-Sushi, welches man ja auch mit dem viel fettärmeren Wildlachs oder ähnlichem spicken kann.. Avocado ist auch out of reach, leider, denn ich liebe diese cremige, leckere aber eben sehr fette Frucht.. nicht nur im Sushi..

Wie man sieht gibt es noch einige zu klärende Futterfragen. Die Reise mit Optifast ist ja auch noch nicht ganz zur Hälfte um. Nun heisst es erst mal, die erzielten Erfolge stabilisieren und ggf. in einer zweiten Reduktionsphase noch näher ans Ziel zu kommen. Ob ich darin weiter Elemente aus dem LOGI übernehme ist nicht die Frage, eher wie viel und welchen Teil.. Schade dass die Philosophien so unterschiedlich sind.. aber mit den Freiräumen die ich habe werde ich erstmal lernen das Nahrungsmittelklavier zu spielen und hoffentlich meine Erfolge halten und weiter ausbauen können.

Ich rechne oft im Kopf mit, was mein Freund so verputzt und beobachte was es mit seinem Körper und seiner Fitness teilweise ganz kurzfristig macht..(Beispiel: Brezel gegessen, danach gleich müde…) und wie viel besser ich das jetzt im Griff habe weil ich Dinge weglasse die mich nur kurzfristig glücklich machen würden..

Fettarm, ja das ist nicht sehr Logi, aber mal ehrlich, grade diese VielLeicht-Produkte, sie schmecken wirklich gut und wenn man die Inhaltslisten vergleicht kommt man ins Staunen. Bsp. Pfefferbeisser: die „Fettaugen“ sind bei VielLeicht aus Reis, bei Geflügelvarianten nehmen die Hersteller gehärtetes Pflanzenfett.. mega ungesund.

Und man wird erfinderisch, muss manchmal etwas nach geeigneten Produkten suchen, wird aber durchaus fündig. Bsp. Käse: ich als Camembert-Fan fand lange nix, wovon man mal mehr als nur ein Scheibchen essen durfte..dann entdeckte ich Quäse.. aus Quark, natürlich fettarm und wirklich lecker.. klar,die Konsistenz ist eine andere aber es ist wirklich vergleichbar lecker..

Insgesamt muss ich sagen, dass die Entscheidung für Optifast wirklich das Beste war, was ich in der letzten Zeit so entscheiden habe, weil das Konzept bei mir wirklich greift. Die ersten 12 wochen brauchen ordentlich Disziplin und Leidensfähigkeit/Motivation aber die Erfolge belohnen einen ab DayOne, ehrlich. Und jetzt, wo die umstellung fast rum ist, bin ich zuversichtlich eine Lebens- und Essensweise gefunden zu haben mit der ich die Erfolge halten und ggf. später auch ausbauen kann.. ich bin ca. 34 Kilo los, kann normale Klamotten kaufen, bin fit und gewöhne mich auch an die Esserei. Es verlangt schon viel Planung und Recherche und lernen von Lebensmittelwerten aber es macht auch viel Spaß. Und wenn man keine Zeit in seine Gesundheit investieren will.. naja, dann sollte man sich überlegen wie lange man sich den Luxus der Scheißegaleinstellung leisten will…..und kann.

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